Lymphdrainage beim Hund

Lymphdrainage ist eine sanfte und entspannende Behandlung.

Sie wird angewendet, wenn der Hund ein Lymphödem hat.


Ödeme sind Schwellungen, ausgelöst durch eine Flüssigkeitsansammlung in den Zellzwischenräumen.

Diese kann angeboren, oder durch Trauma ausgelöst worden sein.

Nach einem Trauma kommt es immer zu einem Lymphödem. Weitere Ursachen können Lähmungen, Inaktivität oder auch Verbrennungen sein.

Nach Operationen mit Entfernung der Lymphgefäße, kann die Lymphflüssigkeit nicht mehr von allein abfließen. Oft kommt es nach Operationen allgemein zu Narbenschwellungen, wobei ebenfalls Lymphdrainage indiziert ist.


Wozu haben wir eigentlich ein Lymphsystem?

Das Lymphsystem durchzieht den gesamten Körper und verläuft parallel zum Blutkreislauf. .

Hunde und Menschen besitzen hunderte Lymphknoten, Lymphgefäßen und Lymphkapillaren. Es ist ein Abflusssystem.


Die lymphdatischen Organe dienen der Abwehr und bilden Lymphozyten, welches eine Untergruppe der Leukozyten, den weißen Blutkörperchen darstellt.


Die Lymphknoten filtern Lymphflüssigkeit und bekämpfen mögliche Bakterien, Viren und andere schädliche Stoffe. Über die Lymphgefäße wird die gereinigte, mit Abwehrzellen angereicherte Flüssigkeit über die Lymphgefäße wieder im Körper verteilt.


Normalerweise wird der Lymphtransport natürlicherweise durch die Muskelpumpe, Aterienpulsation, Atmung und Bewegung bewirkt. Ist einer oder mehrere dieser Faktoren gestört, kommt es zu Schwellungen.

Der Therapeut aktiviert das Lymphsytem wendet sanfte Grifftechniken an, um das Lymphsystem zu entstauuen.

Mögliche Nebenwirkungen sind Müdigkeit des Hundes nach der Behandlung, sowie vermehrtes Wasser lassen.


Aber Achtung, bei einigen Krankheiten darf keine Lymphdrainage durchgeführt werden. Hier ist es wichtig, mit dem entsprechenden Therapeuten darüber zu sprechen.


Einen schönen Tag wünsche ich euch,

Anne

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